Dieses Wochenende dann Ausflug mit Stine nach Kumasi, die heimliche Hauptstadt Ghanas und tatsächliche Hauptstadt der Ashanti-Region mit Palast des Ashantikönigs und dem größten Markt Westafrikas (laut meinem Reiseführer entspricht der Markt ca. 14 Fußballfeldern, ich bemühe mich jetzt aber erst mal nich mehr so viel über Fußball zu schreiben).
Prince, eine Trotro-Bekannschaft auf der Reise nach Kumasi, muss nun mal als Musterbeispiel für ghanaische Gastfreundschaft herhalten. Nach wenigen Worten im Bus (das klassische was machst Du hier, wo kommst Du her, wo gehst Du hin, was machst Du sonst so?) hilft er uns in Kumasi unser Hostel zu finden. Kurz drauf sitzen wir bereits bei gemeinsamen Abendessen in der Stadt, treffen Freunde von Prince und schon hat man nach ein paar wenigen Stunden nicht mehr das Gefühl neu in einer fremdem Stadt, sondern irgendwie mittendrin statt nur dabei zu sein.
Schön dann auch Samstag nach einem langen Tag auf dem Markt Samson, einen von Princes Freunden, zufällig in der Stadt zu treffen. Dank ihm dann auch das nicht mehr für möglich gehaltene Highlight des Tages, ich weiß nicht mehr genau wie und warum doch wir reden über Kaffee und Samson hat eine Idee. Wir durchqueren kleine und große Straßen, es geht auf und ab im hügeligen Kumasi, dann erreichen wir unser Ziel. Versteckt hinter mehreren Eierkartons sitzt unser Mann, unscheinbar und mies gelaunt an einem kleinen Tisch am Straßenrand. Doch wir schaffen es, ihm das wahrscheinlich erste Lächeln des Tages ins Gesicht zu zaubern. „2 Kaffee, bitte“ ein Satz, der gar keiner ist und der in Deutschland wahrscheinlich nicht mal ein Wimperzucken auslöst, sorgt hier für tief emotionale Gefühlsäußerungen. „Um diese Zeit, seit ihr denn verrückt“ sagt sein Blick nach dem er ausgiebig seine Uhr studiert und festgestellt hat, dass es immerhin schon 7 Uhr abends ist, doch dann ertappen wir ihn, für Sekundenbruchteile vergisst er seine schlechte Laune und es klettert dieses schelmische Grinsen über sein Gesicht. Dann macht er sich auf den Weg zu seinem riesigen Wasserkessel und kredenzt uns mürrisch einen viel zu süßen doch niemals zuvor besser schmeckenden Instant-Nescafé: Himmlsk (is norwegisch und muss glaub ich nich übersetzt werden).
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen